DIY #1: Jungpflanzen selbst ziehen
Der Frühling steht vor der Tür, und es gibt kaum etwas Erfüllenderes, als zu beobachten, wie aus winzigen Samen kräftige Pflanzen werden, die den Garten oder Balkon verschönern und dir die ein oder andere Ernte bescheren. In diesem DIY-Beitrag möchte ich eine Methode vorstellen, mit der man ganz einfach eigene Jungpflanzen ziehen kann. Vom Substrat über die Töpfe bis hin zur perfekten Schichtung – in dieser DIY-Anleitung führe ich dich durch die einzelnen Schritte.

Jungpflanzen: 5 – Schritte Anleitung
1. Das richtige Substrat
Die Wahl des richtigen Substrats ist entscheidend für das gesunde Wachstum der Pflanzen. Hierfür verwende ich Kokosziegel, aus denen sich durch Zugabe von heißem Wasser Kokoserde entfaltet. Kokosziegel gibt es in verschiedenen Größen zu kaufen. Je nachdem was auf der Anleitung deiner Verpackung steht, gießt du eine bestimmte Menge heißes Wasser über den Ziegel. Dieser entfaltet sich und ergibt dann, je nachdem was auf deiner Verpackung steht, eine bestimmte Menge (Liter) an Erde.
Kokoserde ist frei von Schädlingen, was durch den Verarbeitungsprozess der Kokosfasern bedingt ist. Diese werden gereinigt und getrocknet, wodurch potenzielle Schädlinge und Krankheitserreger abgetötet werden. Zudem ist Kokoserde nährstoffarm, was eine kontrollierte Nährstoffzufuhr ermöglicht und so ein gesundes Wurzelwachstum junger Pflanzen fördert.
Hier kannst du dir Kokosziegel direkt online bestellen.*
2. geeignete Anzuchttöpfe
Für die Anzucht meiner Pflanzen nutze ich recyclebare Kunststoff-Becher. Damit überschüssiges Wasser ablaufen kann, mache ich in den Boden des Bechers Drainagelöcher rein. Egal welches Gefäß du verwendest, wichtig ist, dass jedes Gefäß Drainagelöcher hat, um Staunässe zu vermeiden. Es können natürlich auch herkömmliche Anzuchttöpfe oder -schalen aus dem Handel dafür verwendet werden. Die kostengünstigste Alternative wäre die Verwendung von alten Joghurtbecher, leeren Milchpäckchen oder sonstigen Gefäßen, die durch Wiederverwendung eine nachhaltigere Option darstellen.
Gerne verlinke ich dir hier die Becher, die ich für meine Jungpflanzen-Anzucht verwende.*
3. Anordunung der einzelnen Schichten:
Tongranulat, Vlies, Erde
Ich beginne den Aufbau meiner Pflanzgefäße mit einer Schicht Tongranulat am Boden, um eine effiziente Drainage sicherzustellen. Das Granulat verhindert, dass Wasser am Boden des Gefäßes steht und fördert so die Gesundheit der Wurzeln. Darüber lege ich ein spezielles Vlies, das eine Vermischung des Granulats mit der oberen Schicht Erde verhindert. Diese Trennung ist wichtig, da sie gewährleistet, dass das Tongranulat seine Struktur behält und effektiv Wasser abführen kann, ohne sich mit der Erde zu vermischen und deren Drainageeigenschaften zu beeinträchtigen. Zum Abschluss fülle ich Kokoserde ein.
Diese Schichtenanordnung sorgt insgesamt für eine optimale Wasserverteilung und Luftzirkulation, zwei Schlüsselfaktoren für das Wachstum gesunder Pflanzen.
Für die, die dieser Methode folgen möchten, verlinke ich hier die einzelnen Produkte dazu:
Hier findest du passendes Tongranulat.*
Und hier verlinke ich dir das Vlies.*
4. Samen setzen
Jetzt lege ich die Samen vorsichtig in die vorbereitete Erde, wobei ich die Tiefe entsprechend der jeweiligen Pflanzenart wähle. Einige Samen werden lediglich leicht mit Erde bestäubt, während andere tiefer eingebettet werden müssen. Es ist entscheidend, die spezifischen Anweisungen auf der Samenpackung genau zu befolgen. Dabei sollte man insbesondere auf Lichtkeimer achten, die nur minimal oder gar nicht mit Erde bedeckt werden sollten, damit sie erfolgreich keimen können.
5. Gießen und an einem Sonnigen Ort platzieren
Nachdem die Samen eingepflanzt sind, sorge ich für eine gleichmäßige Befeuchtung der Erde, um den Keimprozess zu initiieren. Bevor ich gieße, platziere ich die Gefäße auf Abtropfschalen, die das überschüssige Wasser auffangen.
Licht spielt eine entscheidende Rolle für die Entwicklung der Pflanzen. Daher positioniere ich die Töpfe an einem Ort, der täglich für mehrere Stunden hellem Sonnenlicht ausgesetzt ist, um ein optimales Wachstum zu gewährleisten.
Extra-Tipp: Beschrifte deine Gefäße
Um den Überblick über eine Vielzahl von Jungpflanzen zu bewahren, ist es ratsam, die Gefäße direkt nach dem Befüllen zu beschriften. Dazu notiere ich auf einem Zettel die genauen Samenarten, die ich ausgesät habe, und ordne ihnen Nummern zu. Anschließend verwende ich Malerkrepp, von dem ich kleine Stücke abreiße, diese auf den Bechern anbringe und mit den entsprechenden Nummern markiere.
Ein wichtiger Hinweis: Ich rate davon ab, Holzstäbchen oder -schilder zur Beschriftung zu nutzen, die in die Erde gesteckt werden. Aus eigener Erfahrung habe ich festgestellt, dass diese in der feuchten Umgebung oft schimmeln, was den jungen Pflanzen schaden kann.
Und nun.. einfach zurücklehnen! Die natur arbeitet jetzt
Schon nach kurzer Zeit des Wartens und der sorgfältigen Pflege werdet ihr beobachten können, wie die ersten Keimlinge zum Leben erwachen. Das Eigenhändige Aufziehen von Jungpflanzen ist nicht nur eine Quelle der Freude, sondern fördert auch ein nachhaltigeres Bewusstsein für den Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen.
Ich freue mich, meine Erfahrungen und die Freude über die Fortschritte mit euch teilen zu können und lade euch ein, ebenfalls eure eigenen Geschichten, Tipps und Erfolge mit uns zu teilen. Lasst uns gemeinsam eine lebendige Gemeinschaft von Pflanzenliebhabern schaffen, in der wir uns gegenseitig inspirieren und unterstützen.
In den nächsten Tagen verlinke ich dir hier den Blogbeitrag zu mein DIY-Pflanzregal!
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